Der Cyberangriff betrifft die gesamte Serverinfrastruktur der Stadtgemeinde Tulln, die hier gespeicherten Daten wurden verschlüsselt.
Das EDV-Team und externe IT-Experten arbeiten derzeit an der Analyse des Schadens. Zusätzlich zur Serverinfrastruktur sind die Geräte von rund 200 Einzelarbeitsplätzen zu prüfen. Die Analyse und sämtliche Ermittlungen laufen in enger Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden von Bund und Land.
Die guten Nachrichten: Der Betrieb der Infrastruktur (Wasser, Kanal, etc.) ist nicht beeinträchtigt. Weiters wurden Möglichkeiten geschaffen, dass klassische Bürgerservice-Leistungen wie Anmeldungen, Ummeldungen, Beurkundungen, etc. bereits wieder durchgeführt werden können.
Andere konkrete Beispiele:
- Baubewilligungen werden normalerweise in der Stadtgemeinde sehr schnell bearbeitet, aber selbst in dieser Ausnahmesituation werden sie innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Fristen abgehandelt werden können.
- Die Freizeitbetriebe der Stadtgemeinde sind weiterhin zugänglich, nur die bargeldlose Zahlung funktioniert aktuell nicht – aber auch daran wird gearbeitet.
In weiteren Fällen wird aktuell mit Überbrückungslösungen gearbeitet, um Services für die Bürger:innen zu gewährleisten.
Aktuell noch nicht möglich sind jene Leistungen, die zwingend einen Zugriff auf gespeicherte Daten benötigen, also beispielsweise Überweisung von Rechnungen, elektronische Erstellung von Bescheiden und diverse Auskünfte.
Ob sensible Daten von den Angreifern erbeutet wurden, ist noch unklar und wird untersucht. Die Polizei ermittelt gegen unbekannte Täter.
Die Stadtgemeinde Tulln informiert regelmäßig auf ihrer Website über die aktuelle Situation. Die Verantwortlichen bitten um Verständnis, dass derzeit noch keine weiteren Informationen verfügbar sind.
-REDAKTION (Quelle: Stadtgemeinde Tulln)
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