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Bundesländer

01.04.2025

Das sind die Heimatgemeinden der neuen Regierungsmitglieder

Jeder und jede ist irgendwo zu Hause – Ministerinnen und Staatssekretäre. Wir haben recherchiert, aus welcher Gemeinde die neuen Regierungsmitglieder jeweils kommen.

NÖ und OÖ stark vertreten

Fast ein Drittel der Regierungsmitglieder stammt aus Niederösterreich – nämlich insgesamt sechs von 21. Darunter auch der neue Bundeskanzler, Christian Stocker. Er kommt ursprünglich aus Wiener Neustadt, wo er bis vor Kurzem auch Vizebürgermeister war.

Auch der Vizekanzler – Andreas Babler – war Bürgermeister seiner niederösterreichischen Heimatgemeinde Traiskirchen.

Innenminister Gerhard Karner war ebenfalls Ortschef seiner Heimat Texingtal (Bezirk Melk).

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner hat ihre Kindheit in Randegg (Bezirk Scheibbs) verbracht – ist aber auch stark in der Gemeinde Gresten verwurzelt, wo sie früher und ihr Mann bis heute im Gemeinderat sitzt.

Aus Gresten kommt auch die neue Staatssekretärin im Sozial- und Gesundheitsministerium, Ulrike Königsberger-Ludwig. Sie war übrigens früher Vizebürgermeisterin von Amstetten.

Die Justizministerin Anna Sporrer ist in Mödling zu Hause.

Auch das zweitgrößte Bundesland ist in der neuen Regierung gut vertreten: Aus Oberösterreich kommt beispielsweise Claudia Plakolm (Familienministerin). In ihrer Heimatgemeinde Walding ist ihr Vater Bürgermeister, früher saß sie dort auch im Gemeinderat. Plakolms Partner ist übrigens der Bürgermeister von Neustift im Mühlkreis.

Gleich zwei Linzer sind Teil der neuen Bundesregierung: Arbeits- und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und die seinem Ressort zugehörige Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.

Eva-Maria Holzleitner ist Österreichs neue Frauenministerin. Sie kommt ursprünglich aus Wels.

Der neue Finanzminister Markus Marterbauer ist zwar in Uppsala in Schweden geboren, aber aufgewachsen ist er ebenfalls in Laakirchen in Oberösterreich.

Von Wien nach Wien

Für vier der neuen Regierungsmitglieder ist das neue Amt fast wie ein „Heimspiel“. Aus Wien stammen: Europaministerin Beate Meinl-Reisinger, Sozialministerin Korinna Schumann, der ehemalige Wiener Finanzstadtrat und frischgebackene Infrastrukturminister Peter Hanke sowie der neue Staatssekretär im Bundeskanzleramt, Alexander Pröll.

Drei Salzburger, zwei Steirer, ein Osttiroler

Mit Bildungsminister Christoph Wiederkehr und den beiden Staatssekretär:innen Michaela Schmidt (Vizekanzleramt bzw. Kunst, Kultur und öffentlicher Dienst) und Sepp Schellhorn (Deregulierung) kommen gleich drei aus Salzburg – die zwei ersteren aus der Stadt Salzburg, der Hotelier Sepp Schellhorn ursprünglich aus Goldegg (Bezirk St. Johann im Pongau).

Sowohl Christoph Wiederkehr (links) und Michaela Schmidt (rechts) stammen aus Salzburg. Claudia Plakolm kommt aus Walding (OÖ). Bild: Andy Wenzel/BKA

Die zwei steirischen Regierungsmitglieder kommen aus größeren Gemeinden bzw. einer Stadt:

Die Heimatgemeinde der Staatssekretärin im Finanzministerium Barbara Eibinger-Miedl ist Sankt Bartholomä (Graz Umgebung).

Jörg Leichtfried, neuerdings Staatssekretär im Innenministerium, stammt aus Bruck an der Mur.

Der einzige Osttiroler ist und bleibt Norbert Totschnig, Landwirtschaftsminister. Seine Heimatgemeinde ist Tristach (Bezirk Lienz).

Allein die Bundesländer Kärnten und Burgenland sind in der aktuellen Regierung nicht vertreten.

-E. SCHUBERT

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